Abschiednehmen

Empfehlungen zum Abschiednehmen in der aktuellen Situation

Die persönliche Abschiednahme von sterbenden und verstorbenen Menschen in Pflegeheimen und in Krankenhäuser wird in den nächsten Wochen stark eingeschränkt sein. Gründe dafür sind die verschärften Besucherregeln in den Einrichtungen, Erkrankung/Quarantäne der Zughörigen und die zu erwartenden begrenzten Personal- und Raumkapazitäten aufgrund von Corona.

Wie kann der Abschied gelebt werden?
• Zugehörigen können darum bitten oder veranlassen, Fotos des Verstorbenen zu machen, damit der Tod für die Zurückgebliebenen begreifbar wird.
Das kann in der Einrichtung oder durch einen Bestatter erfolgen.

• Dem Verstorbenen kann etwas Persönliches, z.B. ein Brief, ein Foto, ein Kuscheltier, Schmuck mitgegeben werden (ggf. von Nachttischen). Wenn dies durch die Pflegekräfte geschieht, sollte möglichst ein Foto davon gemacht werden.

• Es können zwei gleiche Gegenstände (Holzherzen, Engel, Federn) am Totenbett geteilt werden: eins bekommt der Verstorbene, das andere bekommen die Zugehörigen. So lässt sich Verbundenheit über den Tod hinaus symbolisieren.

• Es können Haarsträhnen abgeschnitten oder ein Fingerprint oder Handabdruck hergestellt werden. So bekommen die Zugehörigen etwas zum „Begreifen“, falls keine Abschiednahme mehr möglich ist. Daraus können später auch Schmuckstücke hergestellt werden.

• Wenn es möglich ist, sollten die Verstorbenen noch am Sterbeort ihre letzte Kleidung angezogen bekommen. Wenn ein Ankleiden nicht möglich ist, könnten einige wenige Kleidungsstücke auf den Toten gelegt werden.

Diese und andere Möglichkeiten des Abschiednehmens machen Angehörige handlungsfähig, verringern nachweislich psychische Belastungen und wirken sich positiv auf den Trauerverlauf aus.

Sehr gerne können Sie sich mit Fragen rund um die Begleitung eines sterbenden oder verstorbenen Menschen an uns wenden.
Wir begleiten Sie durch die Zeit des Abschiednehmens und der Trauer.

 

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